In einem Aufsatz in „Aus Politik und Zeitgeschichte“ beschreibt Prof. Dr. Katja Robinson den deutschen Sozialstaat als zu komplex, segmentiert und wenig zugänglich, was Bürgerinnen und Bürger sowie Verwaltung belastet. Als Lösung fordert sie eine Reform hin zu einem nutzerorientierten, digitalisierten und vereinfachten System mit gebündelten Leistungen und einheitlichen Prozessen. Zentrale Elemente sind bessere Kooperation, Datenmanagement und integrierte Anlaufstellen für einen transparenteren und wirksameren Sozialstaat.
Gutachten unseres Partners Reinhard Wiesner schafft die Grundlage für ein neues Jugendfördergesetz Berlin
Unser Partner Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner hatte gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Schlüter in einem Gutachten im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vorgeschlagen, die gesetzlich geregelte Pflichtleistung Jugendarbeit (nichtkommerzielle Jugendfreizeitangebote) durch quantitative und qualitative Standards zu konkretisieren und sie so weniger von veränderlichen kommunalen Haushaltslagen abhängig zu machen.
Der Berliner Senat hat nun auf der Grundlage des Gutachtens den Entwurf für ein Jugendförder- und Beteiligungsgesetz auf den Weg gebracht und ihn am 28. Januar der Presse vorgestellt. In Folge der Gesetzesänderung sollen in den kommenden Jahren rund 25 Mio. € mehr für die Jugendarbeit – z. B. für Jugendclubs, Abenteuerspielplätze, Festivals, Jugendreisen und Kinder- und Jugendparlamente – zur Verfügung stehen. Das Vorhaben stößt in der Öffentlichkeit und bei den Verbänden auf große Zustimmung und gilt deutschlandweit als Pilotprojekt.


